Das Museum
Die Geschichte des Museum Lichtenberg ist so wechselvoll wie die Geschichte der Stadt Berlin. 1934 wird ein „Heimatarchiv“ eingerichtet, das 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört wird. Nach ersten Versuchen in den 1950er Jahren wird im April 1978 eine offizielle „Ortschronik“ gegründet. In langjähriger Recherche und ehrenamtlicher Arbeit trägt eine lose Interessengemeinschaft die bislang unerforschte und kaum dokumentierte Geschichte des Bezirks zusammen.
Die Sammlung zur Lichtenberger Geschichte durchläuft mehrere Namenswechsel: Aus der „Ortschronik“ wird das „Heimatgeschichtliche Kabinett“, das in „Heimatgeschichtliche Sammlung“ und dann „Heimatmuseum“ umbenannt wird. Seit 2006 trägt sie schließlich den Namen „Museum Lichtenberg im Stadthaus“.
Auch der Standort der Sammlung wechselt im Lauf der Jahre immer wieder. Bis 1986 ist sie provisorisch und immer sehr beengt an verschiedenen Orten untergebracht, beispielsweise in einer Baracke in der Harnackstraße. Nach dem Einzug in die Deutschmeisterstraße 1986 stehen immerhin erstmals eigene Räume für die Präsentation der Sammlung zur Verfügung. Mit der Bezirksfusion von Lichtenberg und Hohenschönhausen im Jahre 2001 werden die Sammlungen beider Bezirke zusammengelegt (siehe → Archiv).
2006 zieht die Sammlung in das sanierte Stadthaus am Tuchollaplatz, ehemals Rathaus von Boxhagen-Rummelsburg. Das Museum feiert diesen Einzug mit einer neuen Dauerausstellung. 2021 erfolgt die Umgestaltung der Dauerausstellung, die die Geschichte des Bezirks Lichtenberg durch ihren inklusiven, partizipativen und kreativen Ansatz einem diversen Publikum zugänglich macht.
Das Stadthaus
Die Räume des Museums erstrecken sich über vier Gebäude, die das Rathaus einst einnahm. Das ehemalige Rathaus Boxhagen-Rummelsburg aus dem Jahr 1901 ist ein reich verzierter Bau mit großem Ratssaal. 1945 wird es im Zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstört. Nach 1949 sind hier das Referat Jugendhilfe und die Abteilung Volksbildung des Rates des Stadtbezirks Lichtenberg untergebracht, nach 1989 bis 1995 der Bereich Bildung des Lichtenberger Bezirksamtes.
Von 2003 bis 2006 wird der gesamte Gebäudekomplex umfassend saniert, um Büros, Archiv- und Projekträume sowie zusätzlichen Raum für eine Ausstellung zu schaffen. 2005 entsteht als Kunst am Bau der charakteristische Schriftzug »RAUM FÜR FREIRAUM« des Künstlers Luc Wolff auf dem Giebel des Stadthauses. Er wirbt für Leerstellen und einen unbesetzten, öffentlichen Raum und verweist auf die Baulücke des historischen Ortes, die durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg entstand. Er verweist zudem auf die Räume, etwa für die künstlerischen und kulturellen Aktivitäten im Stadthaus.
Am 18. August 2006 zieht das Museum Lichtenberg ins Stadthaus und eröffnet am 27. Oktober desselben Jahres eine Dauerausstellung im Erdgeschoss. Für Sonderausstellungen werden weitere Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss genutzt. In den oberen Etagen des Stadthauses arbeitet zunächst ein Trägerverein. Heute haben hier die Verwaltung des Fachbereichs Museum und Geschichte sowie des Fachbereichs Kunst und Kultur ihren Dienstsitz. Im obersten Stockwerk befinden sich Räume einer internationalen Künstlerresidenz.
Team
Allgemeine Anfragen / Besucherbüro
info@museum-lichtenberg.de
Tel. +49 (0)30 57 79 73 88 11
Verwaltung
Sebastian Zgola
Kommissarische Leitung
Fachbereich Museum und Geschichte
Daniela Bell
Leitung Amt für Weiterbildung und Kultur
Archiv- und Sammlungsleitung
Dr. Dirk Moldt
Förderkreis
Der 1993 gegründete Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V. besteht seit über 30 Jahren. Seine Mitglieder unterstützen das Museum in besonderer Weise durch ihr Engagement, um dessen Programm mit Ausstellungen und Veranstaltungen sichtbarer zu machen. Neben dem Einwerben von Dritt- und Spendenmitteln fördert der Verein das Museum bei Befragungen von Zeitzeugen, der Erarbeitung von Bilddokumentationen oder der Bereitstellung von Literatur und Bildmaterial.
Wer Mitglied im Förderkreis werden möchte, findet hier die Beitrittserklärung als PDF.
Über die öffentlichen Mittel hinaus braucht das Museum Freundinnen und Freunde sowie Unterstützer*innen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um gemeinsam Aktivitäten zu planen. Der Förderkreis ist offen für alle Menschen, die sich für die Geschichte Lichtenbergs und seiner Region interessieren. Auch du bist herzlich eingeladen, dich gemeinsam mit dem Verein für das Museum einzusetzen und die vielseitige Geschichte dieses spannenden Bezirks sichtbarer zu machen.
Geschäftsstelle
Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V.
c/o Museum Lichtenberg im Stadthaus
Vorsitzende:
Marianne Nedwed
Türrschmidtstr. 24
10317 Berlin
foerderkreis@museum-lichtenberg.de
Der Förderkreis ist ein im Vereinsregister des Amtsgerichtes eingetragener Verein und besitzt die Bestätigung der Gemeinnützigkeit. Die aktuell gültige Satzung vom 11.02.2008 steht hier als PDF zum Download zur Verfügung.
Bankverbindung:
Berliner Volksbank eG
IBAN: DE89 1009 0000 7461 6920 06
BIC: BEVODEBBXXX