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Museum - Museum Lichtenberg
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Museum

Leitbild

Was war Lichtenberg gestern? Was ist es heute? Und wie hängt beides zusammen? Das Museum Lichtenberg ist ein Ort, an dem die Geschichte und Gegenwart des Bezirks lebendig wird. Hier wird Regionalgeschichte zum Erlebnis. Hier ist ein „Raum für Freiraum“, für Austausch, zum Lernen und Gestalten. Hier ist Lichtenberg.

Das Museum befindet sich seit 2006 im Stadthaus im Ortsteil Rummelsburg. Das Herzstück des Museums ist die Dauerausstellung. Sie hat das Ziel, gleichberechtigte kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Sonderausstellungen, Projekte und Veranstaltungen nehmen besondere Themen aus der Geschichte in den aktuellen Blick. Zum Museum gehört ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten, Zeitzeugnissen, Objekten und Fotos sowie eine Präsenzbibliothek.

Ein Museum für alle – das ist die Vision des Museum Lichtenberg. Gemeinsam mit den Besucher*innen werden historische Entwicklungen und die Vielfalt Lichtenbergs erforscht, diskutiert und mitgestaltet. Sich einbringen, neue Zugänge und Perspektiven wahrnehmen – das soll allen möglich sein. Der Eintritt sowie alle Programme und Veranstaltungen sind daher kostenfrei zugänglich.

Das Museum ist Mitglied im Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen (ABR) und arbeitet an verschiedenen Projekten der Erinnerungskultur mit. Die Zusammenarbeit mit lokalhistorischen Initiativen und Vereinen ist ein wichtiger Bestandteil.

Das Museum

Foto-Collage im Museum Lichtenberg
Collage im Museum Lichtenberg Foto: Museum Lichtenberg

Die Geschichte des Museum Lichtenberg ist so wechselvoll wie die Geschichte der Stadt Berlin. 1934 wird ein „Heimatarchiv“ eingerichtet, das 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört wird. Nach ersten Versuchen in den 1950er Jahren wird im April 1978 eine offizielle „Ortschronik“ gegründet. In langjähriger Recherche und ehrenamtlicher Arbeit trägt eine lose Interessengemeinschaft die bislang unerforschte und kaum dokumentierte Geschichte des Bezirks zusammen.

Die Sammlung zur Lichtenberger Geschichte durchläuft mehrere Namenswechsel: Aus der „Ortschronik“ wird das „Heimatgeschichtliche Kabinett“, das in „Heimatgeschichtliche Sammlung“ und dann „Heimatmuseum“ umbenannt wird. Seit 2006 trägt sie schließlich den Namen „Museum Lichtenberg im Stadthaus“.

Auch der Standort der Sammlung wechselt im Lauf der Jahre immer wieder. Bis 1986 ist sie provisorisch und immer sehr beengt an verschiedenen Orten untergebracht, beispielsweise in einer Baracke in der Harnackstraße. Nach dem Einzug in die Deutschmeisterstraße 1986 stehen immerhin erstmals eigene Räume für die Präsentation der Sammlung zur Verfügung. Mit der Bezirksfusion von Lichtenberg und Hohenschönhausen im Jahre 2001 werden die Sammlungen beider Bezirke zusammengelegt (siehe → Archiv).

2006 zieht die Sammlung in das sanierte Stadthaus am Tuchollaplatz, ehemals Rathaus von Boxhagen-Rummelsburg. Das Museum feiert diesen Einzug mit einer neuen Dauerausstellung. 2021 erfolgt die Umgestaltung der Dauerausstellung, die die Geschichte des Bezirks Lichtenberg durch ihren inklusiven, partizipativen und kreativen Ansatz einem diversen Publikum zugänglich macht.

Das Stadthaus

Schwarz-weiß-Zeichnung des Stadthauses. Der Schriftzug "Raum für Freiraum" an der Hauswand sticht hervor.
Außenansicht Stadthaus, Zeichnung: Hanna Zeckau

Die Räume des Museums erstrecken sich über vier Gebäude, die das Rathaus einst einnahm. Das ehemalige Rathaus Boxhagen-Rummelsburg aus dem Jahr 1901 ist ein reich verzierter Bau mit großem Ratssaal. 1945 wird es im Zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstört. Nach 1949 sind hier das Referat Jugendhilfe und die Abteilung Volksbildung des Rates des Stadtbezirks Lichtenberg untergebracht, nach 1989 bis 1995 der Bereich Bildung des Lichtenberger Bezirksamtes.

Von 2003 bis 2006 wird der gesamte Gebäudekomplex umfassend saniert, um Büros, Archiv- und Projekträume sowie zusätzlichen Raum für eine Ausstellung zu schaffen. 2005 entsteht als Kunst am Bau der charakteristische Schriftzug »RAUM FÜR FREIRAUM« des Künstlers Luc Wolff auf dem Giebel des Stadthauses. Er wirbt für Leerstellen und einen unbesetzten, öffentlichen Raum und verweist auf die Baulücke des historischen Ortes, die durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg entstand. Er verweist zudem auf die Räume, etwa für die künstlerischen und kulturellen Aktivitäten im Stadthaus.

Am 18. August 2006 zieht das Museum Lichtenberg ins Stadthaus und eröffnet am 27. Oktober desselben Jahres eine Dauerausstellung im Erdgeschoss. Für Sonderausstellungen werden weitere Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss genutzt. In den oberen Etagen des Stadthauses arbeitet zunächst ein Trägerverein. Heute haben hier die Verwaltung des Fachbereichs Museum und Geschichte sowie des Fachbereichs Kunst und Kultur ihren Dienstsitz. Im obersten Stockwerk befinden sich Räume einer internationalen Künstlerresidenz.

Team

Allgemeine Anfragen / Besucherbüro

info@museum-lichtenberg.de
Tel. +49 (0)30 57 79 73 88 11

Verwaltung

Sebastian Zgola

Kommissarische Leitung
Fachbereich Museum und Geschichte

Daniela Bell
Leitung Amt für Weiterbildung und Kultur

Archiv- und Sammlungsleitung

Dr. Dirk Moldt

Förderkreis

Der 1993 gegründete Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V. besteht seit über 30 Jahren. Seine Mitglieder unterstützen das Museum in besonderer Weise durch ihr Engagement, um dessen Programm mit Ausstellungen und Veranstaltungen sichtbarer zu machen. Neben dem Einwerben von Dritt- und Spendenmitteln fördert der Verein das Museum bei Befragungen von Zeitzeugen, der Erarbeitung von Bilddokumentationen oder der Bereitstellung von Literatur und Bildmaterial.

Wer Mitglied im Förderkreis werden möchte, findet hier die Beitrittserklärung als PDF.

Über die öffentlichen Mittel hinaus braucht das Museum Freundinnen und Freunde sowie Unterstützer*innen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um gemeinsam Aktivitäten zu planen. Der Förderkreis ist offen für alle Menschen, die sich für die Geschichte Lichtenbergs und seiner Region interessieren. Auch du bist herzlich eingeladen, dich gemeinsam mit dem Verein für das Museum einzusetzen und die vielseitige Geschichte dieses spannenden Bezirks sichtbarer zu machen.

Geschäftsstelle

Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V.
c/o Museum Lichtenberg im Stadthaus
Vorsitzende:
Marianne Nedwed
Türrschmidtstr. 24
10317 Berlin
foerderkreis@museum-lichtenberg.de

Der Förderkreis ist ein im Vereinsregister des Amtsgerichtes eingetragener Verein und besitzt die Bestätigung der Gemeinnützigkeit. Die aktuell gültige Satzung vom 11.02.2008 steht hier als PDF zum Download zur Verfügung.

Bankverbindung:
Berliner Volksbank eG
IBAN: DE89 1009 0000 7461 6920 06
BIC: BEVODEBBXXX

Lichtenberger Erinnerungsstücke

Hier findest du Fotos der Gegenstände, die uns Menschen für unsere Aktion „Erinnerungsstücke gesucht: Ihr seid Teil der Geschichte Lichtenbergs!“ überlassen haben. Daneben kannst du dir die Lichtenberger Geschichten dazu anhören.

schwarzes Tastentelefon aus Plastik

Telefon


Die Erzählerin beschreibt die Geschichte eines Telekom-Tastentelefons aus den 80ern. Ihr Freund und sie, die in Prenzlauer Berg lebten und arbeiteten, verloren nach einem Umzug nach Hohenschönhausen den Kontakt. 1991 bekamen sie dank des Telefonanschlusses ihres Freundes wieder Verbindung. Nach dem Tod des Vaters des Freundes zog sie zu ihm, sie heirateten und lebten bis zum Tod ihres Mannes 2023 in Hohenschönhausen. Das Telefon, das damals die Distanz überbrückte, fand sie beim Aufräumen.

Buch zum Film Dirty Dancing, mit dem ikonischen Filmposter als Titelbild

Dirty Dancing


Der 1988er Film „Dirty Dancing“ war in der Bundesrepublik Deutschland ein großer Erfolg. Auch in der DDR wurde er ab Juni 1989 ein Kassenschlager, mit über 4,5 Millionen verkauften Karten. Die Autorin erinnert sich an ihren elften Geburtstag, zwei Tage nach dem Mauerfall, als sie den Film im Kino sah. Das Erlebnis führte dazu, dass sie mit ihrer Mutter nach West-Berlin fuhr, um das Begrüßungsgeld abzuholen. Im West-Berliner Kreuzberg entdeckte sie dann das Buch und die Musik zum Film, was einen persönlichen „Eintritt in den Kapitalismus“ markierte. Das Buch und die Musik spiegelten die Pubertätserfahrung wider.

Zigarettenkippe

Zigarettenkippe


Ein Berufsschüler erzählt im Hinkelpark von einem Gewaltfall auf dem Schulhof, als er zwölf Jahre alt war. Er raucht dabei eine LD-Zigarette und gibt sie am Ende des Gesprächs an die Museumsmitarbeiter weiter. Während eines Konflikts mit einem älteren Schüler legte er seine Zigarette ab und schlug zu. Nach kurzer Zeit lag der Gegner am Boden. Der Erzähler beendete seine Zigarette. Der Text betont die Alltäglichkeit von Schulgewalt und die Wichtigkeit von Hilfeangeboten wie Sozialarbeit, Schulpsychologen und der Telefonnummer gegen Kummer.

Kleine Haube aus weißer und hellblauer Spitze

Taufhäubchen


Ein zartes, 10 cm großes, handgenähtes Taufhäubchen aus weißem Spitzenstoff auf seidener Unterlage, umrandet von einem hellblauen Seidenband, wird von Frau Tschersich, 94 Jahre alt, an das Museum Lichtenberg gespendet. Es gehört ihrem Vater, der 1899 in Peterswaldau geboren wurde und 1900 getauft wurde. Das Häubchen, ein Familienerbstück, überlebte den Krieg und die Flucht der Familie aus Schlesien. Ihr Vater, Bankkaufmann, wurde 1945 im Volkssturm verletzt, und die Familie erlebte die Plünderung ihrer Wohnung durch sowjetische Soldaten. Das Taufhäubchen blieb unversehrt. Nach dem Umzug nach Berlin und dem späteren Auszug der Eltern in den Westen, bewahrte Frau Tschersich das Häubchen als Andenken an ihren Vater. Sie spendet es nun dem Museum, da sie befürchtet hatte, dass es nach ihrem Tod verloren gehen würde.

Elastikbinde, beige, stehend

Elastikbinde


Am 5. Juni 2023 übergab ein Mann, der am gleichen Tag aus dem Sana-Klinikum Lichtenberg entlassen wurde, eine unbenutzte, beige Elastikbinde (1,50 m lang, 12 cm breit) an das Museum. Drei Wochen zuvor war der wohnungslose Philosoph aus Namibia auf der Straße zusammengebrochen und ihm wurde sein Rucksack gestohlen. Im Krankenhaus wurde bei ihm neben den Folgen seines Sturzes auch eine Virusinfektion festgestellt. Die Klinik behandelte ihn drei Wochen lang und er fühlte sich dort zum ersten Mal als Mensch wahrgenommen. Er war beeindruckt von der menschlichen Hilfe im Krankenhaus und übergab die Binde als Zeichen der Dankbarkeit für die Fürsorge.

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