Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte
Laufzeit: 11. Juli 2025 bis 12. April 2026
Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr
Der Eintritt für die Ausstellung ist frei.
Die Ausstellung wird durch ein Begleitprogramm ergänzt.
Straßennamen dienen seit Jahrhunderten nicht nur zur Orientierung, sondern auch für die Repräsentation von Macht und Erinnerung im Stadtraum. In Lichtenberg hinterließ jede historische Epoche ihre Spuren in den Straßennamen.
Wieviel Bezirksgeschichte liest sich auf Straßen- und Platznamen, wieviel Überregionales, Internationales? Wo verweisen die Erinnerungszeichen auf geografische oder urbane Gegebenheiten?
Jetzt, da die Macht über Straßenumbenennungen grundsätzlich bei den Bürger*innen und ihren gewählten Vertreter*innen liegt, wird das Thema kontroverser denn je diskutiert. Diesem Ringen der Lichtenberger Bürger*innen um Aneignung und Veränderung widmet sich die Ausstellung. Sie ist ein gemeinsames Projekt zwischen dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., dem Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen und dem Museum Lichtenberg.
Industrietürme des ehemaligen VEB Elektrokohle Berlin | 10. Februar bis 5. April 2026
Laufzeit: 10. Februar bis 5. April 2026
Unweit des Dong-Xuan-Centers ragen zwei Industrietürme in den Himmel – Relikte einer längst vergangenen Berliner Industriegeschichte.
Der Betrieb Siemens-Plania entstand an diesem Standort 1899 und entwickelte Kohlen für Motoren, Lampen, Brennöfen und Mikrofone.
Im zweiten Weltkrieg wurden hier Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der kriegswichtigen Produktion eingesetzt.
1954 wurde der Betrieb in VEB Elektrokohle Berlin umbenannt. In dessen Kulturhaus fanden unterschiedlichste Veranstaltungen statt, so im Jahre 1989 ein berühmtes Konzert mit der Band Einstürzende Neubauten.
Überreste sind die zwei „Geschwistertürme“, deren Anblick an mittelalterliche Familientürme in oberitalienischen Städten erinnert. Ein Turm wurde nach Entwürfen des Berliner Architekten Arno Brandlhuber saniert und einer neuen Nutzung als Workplace übergeben. Die Berliner Fotografin Marlene Gawrisch konnte während der Sanierung immer wieder Fotos machen: www.ausblenden.de