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Ausstellungen - Museum Lichtenberg
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Ausstellungen

Ausstellungen

Die Dauerausstellung ist das Herzstück des Museums und erzählt, wie Lichtenberg zu dem wurde, was es heute ist. Wechselnde Sonderausstellungen beleuchten unterschiedliche Facetten der Lichtenberger Vergangenheit und Gegenwart.
Der Eintritt ist für alle Ausstellungen frei.

Dauerausstellung

Made in Lichtenberg - Wandgestaltung in der Dauerausstellung mit Erfindungen aus Lichtenberg
Made in LichtenbergFoto: Museum Lichtenberg

Lichtenberg ist ein Bezirk der Vielfalt. Hier trifft vieles aufeinander: Dorf, Stadt und Großsiedlung, Kiez- und Weltgeschichte, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Interessen. Ein Bezirk in Bewegung, der sich immer wieder neu erfindet. Unsere Dauerausstellung ist davon inspiriert. Sie ist experimentierfreudig und multiperspektivisch angelegt. Sie zeigt nicht EINE Sicht, sondern verschiedene Perspektiven auf Lichtenberg. Sie zeichnet nicht EINE Geschichte nach, sondern beleuchtet viele unterschiedliche Facetten. Sie bietet Anknüpfungspunkte, um zu verstehen, wie Lichtenberg zu dem Bezirk wurde, der er heute ist.

Die Dauerausstellung des Museum Lichtenberg ist → inklusiv gestaltet und hat viele Mitmach-Stationen.

Die Dauerausstellung erzählt, was Lichtenberg so besonders macht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Arbeiten – Leben – Verändern, die in vier Ausstellungsräumen zu erleben sind:
WAS erzählt von zeitgeschichtlichen Ereignissen des Bezirks.
WO präsentiert die Vielfalt an Ortsteilen.
WER dreht sich um Personen und ist mit einer Kreativ-Insel offen für neue Ideen.
WOW zeigt Überraschendes aus Lichtenberg.

Die neue Dauerausstellung im Museum Lichtenberg wird gefördert aus Mitteln der LOTTO-Siftung Berlin.

Das Vorhaben „Umrüstung der Beleuchtung auf LED im Museum Lichtenberg“ (Projektlaufzeit: 11/2019 bis 03/2021) wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 1285-B2-K).

WAS?

Zeitgeschichtliche Ereignisse, die den Bezirk (und das Leben vor Ort) prägen.

Ein Schwerpunkt der Dauerausstellung ist die Industriegeschichte Lichtenbergs. Sie zeigt, mit welcher Dynamik sich der Bezirk innerhalb kurzer Zeit – seit dem 19. Jahrhundert bis heute – entwickelt hat, wie viel Aufbruch und Erfindergeist in ihm steckt und welche interessanten Menschen hier gelebt und gearbeitet haben.

Aufbruch 1900–1933

Arbeiter mit Eisblock, Skulptur um 1920
Arbeiter mit Eisblock, um 1920 © Peter Thieme

Die Schlote rauchen. Tausende haben in den Fabriken von Lichtenberg Arbeit gefunden. Das starke Wirtschaftswachstum geht mit einem rasanten Aufschwung von Wissenschaft und Forschung einher. Der Fortschritt ist überall spürbar: Technische Neuerungen beschleunigen den Alltag, neue Medien verändern den Blick auf die Welt.

Es ist ein Aufbruch, mit dem sich gewohnte Lebenswelten und das Bewusstsein der Menschen wandeln. Sie beginnen, ihre Rechte einzufordern. In Lichtenberg gewinnt die Arbeiterschaft an Selbstvertrauen. Die Arbeiter*innen schließen sich zusammen und organisieren sich in Vereinen, politischen Organisationen und Gewerkschaften. Lichtenberg wird zu einem Zentrum der Arbeiterbewegung.

WO?

Vielfalt zum Eintauchen. Ein Streifzug durch die verschiedenen Ortsteile von Lichtenberg.

Karlshorst

Alte Postkarte der Pferderennbahn in Karlshorst
Postkarte der Pferderennbahn in KarlshorstFoto: Museum Lichtenberg

Karlshorst, das im Süden Lichtenbergs liegt, ist ein Ort erstaunlicher Gegensätze. Seit 1894 zieht eine Pferderennbahn Menschen in den Berliner Vorort. Ab 1894 lässt das Kaiserhaus erschwingliche Siedlungshäuser als soziales Vorzeigeprojekt errichten. Karlshorst entwickelt sich auch für besser gestellte Berliner*innen rasch zum begehrten Wohnviertel, in dem zahlreiche Villen und Landhäuser entstehen.

1945 wird Karlshorst zum Schauplatz der Weltgeschichte: Am 8. Mai 1945 unterzeichnen Vertreter der deutschen Wehrmacht hier im Offizierskasino die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Damit ist der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Daran erinnert bis heute das Museum Berlin-Karlshorst.

Bereits im April 1945 marschiert die sowjetische Armee in Karlshorst ein und erklärt das gesamte Wohnviertel zum Sperrgebiet. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland regiert ab diesem Zeitpunkt von Karlshorst aus. Von 1954 bis 1991 befindet sich hier außerdem die Deutschland-Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes KBG, die größte KGB-Zentrale außerhalb der UdSSR. Erst 1994 ziehen die sowjetischen Streitkräfte aus Karlshorst ab.

Die Spuren der fast 50-jährigen Präsenz der Besatzungsmacht sind bis heute sichtbar, auch wenn längst wieder das Wohnen im Mittelpunkt steht. So werden etwa ehemalige Militärstandorte wie die Festungspionierschule zu Wohnzwecken umgebaut. Außerdem werden die Wohnhäuser des Gebietes umfassend saniert, die Infrastruktur ausgebaut und neue Siedlungsprojekte umgesetzt. So ist Karlshorst mittlerweile wieder zu einem beliebten Wohnviertel geworden, das sich eines großen Zuzugs erfreut, besonders von jungen Familien.

WER?

Menschen in und aus dem Bezirk.

Oskar Ziethen

Foto von Oskar Ziethen, erster Bürgermeister von Lichtenberg
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Oskar Ziethen 1915, Sammlung Kritzinger, Museum Lichtenberg

Der Kommunalpolitiker Oskar Ziethen (1858 – 1932) gilt als Wegbereiter des modernen Lichtenbergs. Er führt die Landgemeinde auf den Weg zur industriell geprägten Großstadt, die Teil von Groß-Berlin wird. Als Gemeindevorsteher ab 1896 organisiert und begleitet er diesen Aufstieg maßgeblich mit. Unter seiner Leitung entstehen in kürzester Zeit Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen, das Rathaus und das Amtsgericht, Wasser- und Elektrizitätswerke. Außerdem lässt er Verkehrswege ausbauen und schafft günstige Bedingungen für die Ansiedlung von Handel und Industrie.

Sein zielstrebiges Wirken zahlt sich aus: Mit der Industrie kommen die Menschen nach Lichtenberg und die Gemeinde wächst bis 1907 auf 70.000 Einwohner*innen an. Der Kaiser verleiht Lichtenberg im selben Jahr das Stadtrecht. So wird aus dem ehemaligen Dorf die Stadt Lichtenberg – und Ziethen 1908 ihr erster Bürgermeister.

Ilse Stöbe

 Ilse Stöbe (rechts) mit Kurt Müller und Frieda Stöbe, 1930er Jahre, Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand
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Foto von Ilse Stöbe mit Kurt Müller und Frieda Stöbe, 1930er Jahre,

Die Lichtenbergerin Ilse Stöbe (1911 – 1942) ist Mitglied eines Widerstandsnetzwerks im Dritten Reich. Sie arbeitet als Journalistin und für die Informationsabteilung des Auswärtigen Amts. Die dort gesammelten Informationen leitet sie an den sowjetischen Nachrichtendienst weiter, doch ihre Warnung vor dem bevorstehenden Überfall der deutsche Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wird ignoriert. Ihren Widerstand gegen das NS-Regime bezahlt sie mit dem Leben: Als der sowjetische Geheimdienst nach dem Einmarsch deutscher Truppen versucht, mit ihr Kontakt aufzunehmen, erfährt die Gestapo davon. Stöbe wird im September 1942 festgenommen und im Dezember desselben Jahres vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Am 22. Dezember 1942 wird sie in Plötzensee hingerichtet. Jahre später vereinnahmt das Ministerium für Staatssicherheit ihre Geschichte und setzt ihr ein Denkmal.

WOW!

Überraschendes aus Lichtenberg

„Made in Lichtenberg“

Eierteiler aus Metall mit der Bezeichnung "Harras-Orginal-Eierteiler" wurde 1909 in Lichtenberg erfunden und ist heute in fast jeder Küche zu Hause.
Harras-Original-Eierteiler, 1930er JahreFoto: Peter Thieme

Eierteiler

Willy Abel (1875 – 1951) ist Ingenieur, Erfinder und Gründer der Harras-Werke in Lichtenberg. Er verkörpert beispielhaft den Geist des industriellen Aufbruchs, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Lichtenberg herrscht, denn er entwickelt eine ganze Reihe von mechanischen „Haushaltshelfern“. 1909 erfindet er zum Beispiel ein Gerät zum schnellen Zerteilen von Eiern. Abel lässt es 1911 patentieren und ab 1912 in seinen Harras-Werken in Massen anfertigen. Der „Harras-Original-Eierteiler“ verkauft sich in kürzester Zeit um die zehn Millionen Mal. Besonders beliebt ist er in den USA. Bis heute ist der Eierschneider ein fester Bestandteil vieler Küchen. Willy Abel, der sogenannte „Vater der deutschen Hauhaltsmaschinen-Industrie“ und „Wegbereiter moderner Küchengeräte“, erfindet zeitgleich zum Eierschneider auch die Brotschneidemaschine mit Kreismesser, die millionenfach verkauft wird und heute noch weltweit bekannt sind. Beide Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Abb. Harras-Original-Eierteiler, 1909 in Lichtenberg erfunden, 1911 patentiert – und heute in fast jeder Küche zu Hause, 1930er Jahre

Eine Jacke aus dunklem Jeansstoff, auf deren Rücken in weißer Schrift steht: „Keine Macht für Niemand“
Jeansjacke, 1983, Leihgabe M. HorschigFoto: Peter Thieme

Jeansjacke

Diese Jeansjacke gehörte einem der Punks der DDR. Sie nehmen sich die Freiheit, aus dem staatlich verordneten Lebensentwurf auszubrechen, anders zu sein – und dies plakativ zu zeigen. Einer ihrer Treffpunkte ist die Erlöserkirche in Lichtenberg, wo sie sich gemeinsam mit anderen Widerständigen eine Raum für freies Denken schaffen. Die Jacke ist in der Dauerausstellung zu sehen.

Sitzender Teddybär mit großem Kopf und kleinem Gesicht
DDR-Bärchen, Souvenir zur 750-Jahr-Feier, 1987Foto: Peter Thieme

Teddy

Ein Bärchen wie dieses erhält Dào Quang Vienh als Gastgeschenk bei seiner Ankunft im Wohnheim Gehrenseestraße. Vienh kommt 1987 als Vertragsarbeiter nach Lichtenberg, als Berlin gerade seinen 750. Geburtstag feiert. Das Bärchen ist das Maskottchen dieser Jubiläumsfeier. Vienh arbeitet damals an der Nähmaschine im VEB Herrenbekleidung Fortschritt. Heute lebt er als Fotograf in Berlin. Sein Bär befindet sich mittlerweile bei der Familie in Vietnam, aber ein ähnliches Maskottchen ist in der Dauerausstellung zu sehen.

Hintergründe zur Dauerausstellung

Auf dem Weg zur neuen Dauerausstellung haben viele großartige Menschen das Museum Lichtenberg begleitet und unterstützt. Wir danken der Kuratorin Julia M. Novak, dem Initiator und Museumsleiter a.D. Dr. Thomas Thiele, der Projektleitung Dr. Tim Weber, für die Gestaltung und Grafik buerojolas mit Tim Jolas, Jule Garschke, Johanna Hoffmann, Isabell Latza sowie für die Umsetzung das Büro Rotes Pferd.

Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen nehmen besondere Themenbereiche aus der Geschichte, dem Leben und Arbeiten in Lichtenberg in den Blick. Hier werden einzelne Personen, Ereignisse oder Orte vorgestellt und in Bezug zur Gegenwart gebracht.
Die Sonderausstellungen halten an, genauer hinzusehen, Wissenswertes zu Lichtenberg zu erfahren und ins Gespräch zum Hier und Jetzt zu kommen.

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