Nächste Termine
5
April
Sonntag
11 bis 18 Uhr
Ausstellung
Industrietürme des ehemaligen VEB Elektrokohle Berlin
10. Februar bis 5. April 2026:
Unweit des Dong-Xuan-Centers ragen zwei Industrietürme in den Himmel – Relikte einer längst vergangenen Berliner Industriegeschichte.
Der Betrieb Siemens-Plania entstand an diesem Standort 1899 und entwickelte Kohlen für Motoren, Lampen, Brennöfen und Mikrofone.
Im zweiten Weltkrieg wurden hier Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der kriegswichtigen Produktion eingesetzt.
1954 wurde der Betrieb in VEB Elektrokohle Berlin umbenannt. In dessen Kulturhaus fanden unterschiedlichste Veranstaltungen statt, so im Jahre 1989 ein berühmtes Konzert mit der Band Einstürzende Neubauten.
Überreste sind die zwei „Geschwistertürme“, deren Anblick an mittelalterliche Familientürme in oberitalienischen Städten erinnert. Ein Turm wurde nach Entwürfen des Berliner Architekten Arno Brandlhuber saniert und einer neuen Nutzung als Workplace übergeben. Die Berliner Fotografin Marlene Gawrisch konnte während der Sanierung immer wieder Fotos machen: www.ausblenden.de
30
April
Donnerstag
18:30 Uhr
Eröffnung
Ausstellungseröffnung Kolonialbiografien
30
April
Donnerstag
18:30 Uhr
Eröffnung
„stille Eröffnung“/Erweiterung der Ausstellung „Straßennamen“
12
Mai
Dienstag
18:30 Uhr
Publikationspräsentation
Vorstellung der Broschüre „Lichtenberg Queer“
11
Juni
Donnerstag
18:30 Uhr
Buchpräsentation
Buchpräsentation von Andrea Rottmann: „Bedrohtes Begehren. Queeres Leben im geteilten Berlin, 1945–1970“
1
Juni
Montag
17 Uhr
Führung
„Randgruppen und Rummelsburg“
Die 12 Berliner Bezirksmuseen führen unter dem Motto „Geschichte findet Stadt“ auch in diesem Jahr wieder eine Lange Woche der Kiezgeschichte durch (30. Mai bis 7. Juni 2026). Der Bezirk Lichtenberg beteiligt sich mit 3 Führungen und Rundgängen.
Führung Thomas Irmer: „Randgruppen und Rummelsburg“,
Treffpunkt: Hauptstraße 8
Weit vor den Toren Berlins wurde das Arbeitshaus Rummelsburg errichtet. Menschen vom untersten Rand der Gesellschaft, Obdachlose, Bettelnde und noch weitere sollten hier an „ein ordentliches Leben“ gewöhnt werden. Wer waren diese „Randgruppen“? Warum ein Arbeitshaus? Diesen und anderen Fragen, wie auch die Geschichte des Gefängnisses in der DDR-Zeit sind Thema der Führung.
Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kontakt: Thomas Irmer, info@thomas-irmer.de
5
Juni
Freitag
17:30 Uhr
Führung
„Straßennamen erzählen Geschichte – Rundgang durch das Prinzenviertel in Karlshorst“
Die 12 Berliner Bezirksmuseen führen unter dem Motto „Geschichte findet Stadt“ auch in diesem Jahr wieder eine Lange Woche der Kiezgeschichte durch (30. Mai bis 7. Juni 2026). Der Bezirk Lichtenberg beteiligt sich mit 3 Führungen und Rundgängen.
Freitag, 5. Juni 17:30 Uhr
Treffpunkt: Odesaplatz
Straßennamen sind mehr als Orientierung – sie erzählen von Macht, Umbrüchen und Erinnerung. Der Rundgang durch das Prinzenviertel in Karlshorst folgt diesen Spuren: von Kaiserzeit, über NS-Verfolgung und Krieg, bis zur sowjetischen Präsenz zur und heutigen Gedenkkultur.
Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kontakt: Wolfgang Ragwitz, ragwitz@kultur-in-lichtenberg.de
6
Juni
Samstag
14 Uhr
Führung
„Eine Stadt in der Stadt – Das Lichtenberger Wohngebiet Fennpfuhl“
Die 12 Berliner Bezirksmuseen führen unter dem Motto „Geschichte findet Stadt“ auch in diesem Jahr wieder eine Lange Woche der Kiezgeschichte durch (30. Mai bis 7. Juni 2026). Der Bezirk Lichtenberg beteiligt sich mit 3 Führungen und Rundgängen.
Sonnabend, 6. Juni 2026, 14 Uhr
Treffpunkt: S-Bahn-Station Storkower Straße, unten an der Fußgängerbrücke „Langer Jammer“ auf der Lichtenberg-Seite
Verkehrsberuhigt, gut erschlossen und begrünt: Das Wohngebiet am Fennpfuhl war ein Vorbild für spätere Großsiedlungen des industriellen Wohnungsbaus in der DDR. Dr. Thomas Thiele, ehemaliger Leiter Museum Lichtenberg, erläutert anhand ausgewählter Orte die Bedeutung des Wohngebiets und deren Vorgeschichte.
Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kontakt: Dr. Thomas Thiele thiele@museum-lichtenberg.de
27
August
Donnerstag
18:30 Uhr
Ausstellungseröffnung
„Lichtenberg Queer“
Eröffnung der Ausstellung „Lichtenberg Queer“
4
September
Freitag
offen
Ausstellungseröffnung
Eröffnung der Kunstausstellung „Lichtenberg Queer“
Projekte
Forschungsprojekte, Mitmach-Aktionen & mehr
Auch über Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum und im Stadtraum hinaus ist das Museum Lichtenberg in Projekte und Aktionen involviert.
Aufruf: Erinnerungsstücke gesucht.
Ihr seid Teil der Geschichte Lichtenbergs
Welchen Gegenstand aus eurem Besitz möchtet ihr zusammen mit einer Erinnerung als Leihgabe an das Museum Lichtenberg übergeben? Wir suchen Dinge aus eurer Lebensgeschichte, Familiengeschichte oder der allgemeinen Zeitgeschichte – Alltägliches, Persönliches oder Historisches. Die dazugehörigen Erinnerungen und Besonderheiten können schriftlich oder mündlich im Museum Lichtenberg übergeben werden.
Der Gegenstand wird nach der Übergabe im Museum zu sehen sein. Er darf das Maß von 30×30×30 cm nicht überschreiten.
Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Wir suchen Zeitzeug*innen!
Für das Forschungsprojekt „Queer Lichtenberg – gestern und heute“ bitten wir um Ihre Mithilfe
Uns interessieren Ihre Erlebnisse und Eindrücke aus der Zeit vor 1989, den Wendejahren bis zur Gegenwart. Wie war das in Lichtenberg? Wie ist es Ihnen ergangen? Gab es Treffpunkte? Fühlten Sie sich sicher? Wo haben Sie getanzt und gefeiert? Uns interessieren Geschichten des ganz normalen Lebens mit seinen Höhen und Tiefen, Mut und Bedrängnissen, Einsamkeiten und bestärkenden Freundschaften. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre persönliche Geschichte weitergeben möchten. Damit diese nicht vergessen wird.
Öffentlich kaum wahrgenommen wurde und wird, dass auch Lichtenberg Lebens- und Arbeitsort vieler queerer Menschen war und ist. „Queer“ ist der Überbegriff für verschiedene, nicht heterosexuelle Orientierungen und Geschlechter. Mit dem Ziel, dieses Leben im Stadtraum sichtbar zu machen, startete die Diversity- und Queerbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, Sabine Pöhl, in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg ein Forschungsprojekt, das queere Bewegungsgeschichte(n) anhand von Akteur*innen ergründen soll.
Die Historiker Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel erforschen anhand von Alltagserfahrungen, Treffpunkten und Aktionen die Vielfalt queerer Lebenswelten, fragen nach Handlungsräumen für queere Menschen und wie sich ihre Formen von Eigensinn und Selbstbehauptung in Zeiten von Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung änderten.
Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Moldt@Kultur-in-Lichtenberg.de
Koloniale Spuren in Lichtenberg
Das Museum Lichtenberg geht kolonialen Spuren in Lichtenberg nach. Erste Forschungsergebnisse zum Schloss Friedrichsfelde und Benjamin Raule, zum geplanten Kolonialviertel in Karlshorst und zu Straßennamen im sogenannten Burenviertel geben einen Einblick in die Kolonialgeschichte des Bezirks.
Dank der Förderung des Bezirkskulturfonds Berlin kann das Museum die Forschungen in 2024 fortsetzen. Das Projekt wird aus Mitteln des Programms des Landes Berlin zur kulturellen Infrastrukturerhaltung und -entwicklung in den Bezirken (Bezirkskulturfonds) gefördert.
Erfahre mehr über das Projekt „Kolonialismus begegnen: Dezentrale Perspektiven auf die Berliner Stadtgeschichte“ auf kolonialismus-begegnen.de.
Was hat Lichtenberg mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Auf den ersten Blick scheint es im Bezirk keine Gebäude (mehr) zu geben, die auf koloniale Verflechtungen hinweisen. Eine neue Publikation stellt nun Forschungsergebnisse vor, die dennoch koloniale Spuren im Bezirk nachweisen.
Die neue Publikation „Koloniale Spuren in Lichtenberg“, herausgegeben vom Museum Lichtenberg, stellt aktuelle Ergebnisse vielfältiger Forschungen vor. Die regionalgeschichtliche Spurensuche zeichnet ein vielschichtiges und überraschendes Bild der kolonialen Verflechtungen des Bezirks. Fotos im Band zeigen, dass Menschen aus Afrika offenbar auch jahrelang bei den Wasserparaden des Stralauer Fischzuges eine Rolle spielten. Auch das Burenviertel in Karlshorst hat einen kolonialgeschichtlichen Bezug. Mit diesen und weiteren Beispielen ist der Band als eine Zwischenbilanz zu verstehen. Weitere Projekte werden folgen.